Jeder kennt das: Wenn das Geld knapp ist, dann sind auch die finanziellen Möglichkeiten eher beschränkt. Nicht viel anders geht es oft auch deutschen Kommunen, deren Kassen eher auf Sparen als auf Ausgeben eingerichtet sind.

Was aber tun, wenn doch das ein oder andere Projekt dringend realisiert werden muss? Ein teures Kommunaldarlehen? Oder gibt es alternative Möglichkeiten?

Eine mögliche Antwort: Crowdfunding!

Crowdfunding stellt nicht nur eine spannende Alternative zu klassischen Finanzierungsformen für Kommunen dar, sondern ist auch ein bürgernahes und demokratisches Instrument.

Die Möglichkeiten, die Crowdfunding Kommunen und Bürgern bietet, sind vielfältig.

Zum Beispiel können sich Bürger aktiv mit Ideen für ihre Stadt einbringen. Oder beteiligen sich mit einem Darlehen an der Finanzierung von gemeinschaftlichen Projekten. Auch Spendenprojekte können mit Crowdfunding realisiert werden.

Gleichzeitig schafft Crowdfunding Transparenz, Demokratie und Sensibilität, indem Kommunen und Bürgern in einen offenen Dialog miteinander treten können.

Eine Stadt kann mit Crowdfunding regionale Projekte und Initiativen sichtbar machen.

Bürger können diese Projekte einsehen und entscheiden, welche Projekte sie in welcher Form unterstützen möchten. Ob mit einem Kredit, eigenem Engagement oder Spenden.

Crowdfunding schafft einen unmittelbaren lokalen Bezug und eignet sich daher perfekt, um Kommunen und Bürger näher zusammenrücken zu lassen.

Denn nichts ist sinnvoller und innovativer, als dass Kommunen ihre eigenen Bürger in das Stadtgeschehen einbinden und Bürger sich aktiv für ihre Kommunen einsetzen können.

Was bedeutet Crowdfunding?

Bestimmt haben Sie auf die eine oder andere Weise schon mal etwas über Crowdfunding gehört. Beim Crowdfunding finanziert die Crowd, also viele Menschen, gemeinschaftlich ein Projekt.

Das kann ein kleines oder ein großes Projekt, ein wohltätiges Projekt oder auch gleich ein ganzes Unternehmen sein.

Im Prinzip geht alles.

Das funktioniert, indem diese vielen Menschen mit kleineren Beträge unterstützen und so quasi „das große Ganze“ zusammenkommt. Alles natürlich über das Internet. Wir leben ja im digitalen Zeitalter.

Was hat das nun aber alles mit Kommunen zu tun?

Nun ja — zum einen suchen auch Städte, Kommunen und Regionen nach Wegen, Digitalisierung sinnvoll für sich zu nutzen und zum anderen brauchen Kommunen Geld, bürgerliches Engagement und manchmal auch eine gute Idee, um das ein oder andere Problem zu lösen.

Crowdfunding kann das alles und wir zeigen, wie das geht.

Zunächst einmal gibt es verschiedene Arten von Crowdfunding. Im Anschluss stellen wir Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten vor, die für Kommunen infrage kommen.

Bürger leihen ihrer Stadt Geld

Es klingt logisch: Angesichts knapper Haushaltskassen leihen sich Kommunen Geld bei ihren Bürgern, setzen gemeinschaftlich relevante Projekte in die Tat um — und zahlen es im Anschluss mit Zinsen zurück.

Eine klassische Win-Win-Situation.

Beim kreditbasierten Crowdfunding, auch Crowdlending genannt — können Kommunen direkt beim Bürger Geld borgen.

In den USA funktioniert’s, warum also nicht auch bei uns?

Ein kleines Beispiel: Stellen wir uns vor, dass der hiesige Kinderspielplatz unerwartet eine neue Rutsche benötigt.

Aber die kommunalen Haushaltskassen kein Budget dafür vorgesehen haben. Verärgerte Eltern vorprogrammiert.

Warum also nicht das Geld von denen leihen, die auch ein ernsthaftes Interesse an einem funktionstüchtigen und sicheren Spielplatz haben?

Kommt das benötigte Geld zusammen, können Eltern, Bürger und Geldgeber transparent mitverfolgen, was mit ihrem Geld entsteht — und sind vermutlich auch noch stolz, dass durch ihre Hilfe ihre und andere Kinder wieder gefahrlos rutschen können.

Und als kleines Schmankerl können sie sich im Anschluss noch über einen Bonus durch die entstandenen Zinsen freuen.

Innovatives Spendensammeln

Kommunale Unternehmen sind ein elementarer Baustein, wenn es um die Förderung von gemeinnützigen, sozialen und kulturellen Projekten geht.

Nur, die Flut an Bittstellern ist oftmals zu groß, der finanzielle Spielraum zu klein, um Nachfrage und Angebot gerecht zu werden.

Indem Kommunen ihren Bürgern mit einer digitalen Spendenplattform eine Anlaufstelle für soziale, kulturelle und gemeinnützige Projekte bieten, können diese mit Hilfe der Gemeinde gestemmt werden.

Bürger bringen die fehlenden finanziellen Mittel auf und realisieren Projekte gemeinschaftlich. Kommunen können mit Finanzspritzen zusätzlich helfen.

Spendenbasiertes Crowdfunding eröffnet durch die Einbindung von Bürgern neue Wege, bürgerliches Engagement zu stärken und die allgemeine finanzielle Kraft der Region zu erhöhen.

Bürger kümmern sich gemeinsam mit ihrer Kommune um wohltätige Projekte und bringen ihre Wünsche in die Spendenverteilung aktiv ein.

Spendenbasiert bedeutet — anders als beim klassischen Crowdfunding — dass Unterstützer keinen finanziellen oder materiellen Gegenwert erhalten, sondern allenfalls einen ideellen Wert in Form einer besonderen Wertschätzung.

Bürger gestalten ihre Stadt mit — digitale Bürgerbeteiligung

Mit Hilfe intelligenter Ideenmanagement-Software sind Bürger dazu eingeladen, eigene Ideen und Lösungen für zukünftige Herausforderungen im kommunalen Stadtleben einzubringen.

Crowdsourcing ist für Kommunen und Bürger besonders interessant, denn es verbindet Stadt und Bürger auf eine einzigartige Weise.

Um wertvolles Wissen von „Außerhalb“ zu sammeln, ist die Plattform so konzipiert, dass ein digitaler Bürgerdialog forciert wird. Bürger werden in Prozesse wie Ideenfindung, Lösungsentwicklung und Entscheidungsfindung einbezogen. Das schafft Nähe und Vertrauen.

In einem offenen Austausch können eingereichte Ideen diskutiert und gemeinschaftlich umgesetzt werden.

Über Ideenkampagnen können Kommunen Bürger gezielt aufrufen, zu speziellen Problemstellungen Vorschläge einzureichen.

Crowdfunding macht ansteckend — Wie richtig kommunizieren?

Hört sich erstmal wie ein Schlaraffenland an, aber ganz so einfach ist Projektfinanzierung, Spendensammeln und Ideensuchen über Crowdfunding nun auch wieder nicht.

Das A und O einer erfolgreichen Kampagne ist Kommunikation und Reichweite!

Projektinitiatoren können über eine digitale Plattform ihr Projekt einreichen und öffentlich machen. Indem sie ihr Projekt der „Crowd“ genau beschreiben und angeben, wofür und warum die finanziellen Mittel benötigt werden.

Dazu gehört, egal ob Bürger oder Kommune, das Projekt umfangreich, emotional und visuell zu beschreiben, um möglichst viele (potenzielle) Unterstützer anzusprechen und zu erreichen.

Wir haben verschiedene Fragen entwickelt, an die sich der Projektinitiator „entlang hangeln“ kann:

  • Worum geht es in diesem Projekt?
  • Warum ist das Projekt für die Region wichtig?
  • Warum sollte dieses Projekt unterstützt werden?
  • Wie wird das Projekt umgesetzt?
  • Wer steht hinter diesem Projekt?

Im Anschluss können sie für ihr Projekt kräftig die Werbetrommel rühren. Egal ob online oder offline, über die Einbindung von sozialen Medien oder der Presse. Hier ist alles erlaubt — Hauptsache Reichweite!

Vorteile durch Crowdfunding für Kommunen und Bürger

Sichtbarkeit: Kommunen können sowohl eigene regionale Projekte als auch Bürgerinitiativen öffentlich darstellen und für wichtige Projekte Sensibilität bei den Bürgern schaffen.

Lokaler Bezug: Regionale und lokal angesiedelte Projekte stehen im Fokus, um die Region und das regionale Engagements durch Kommunen und Bürger zu stärken.

Bürgerliches Engagement: Mehrwert für die Region, indem einzelne gemeinnützige Organisationen und Institutionen eine Anlaufstelle erhalten, um Spendengelder zu mobilisieren.

Aufmerksamkeit: Mediale Aufmerksamkeit über Crowdfunding Plattform für einzelne Projekte und Organisationen, aber auch für die ganze Kommune.

Förderung: Die Kombination aus öffentlicher Finanzierung und bürgerlichem Engagement schafft bei gleich bleibenden Fördermitteln mehr realisierbare Projekte.

Image: Öffentlichkeitswirksame Darstellung des kommunalen gesellschaftlichen Engagements und Förderung eines positiven Images.

Kommunikation: Kommunen haben über die Plattform die Möglichkeit mit ihren Bürgen in direkten Dialog zu treten. Genauso auch umgekehrt.

Transparenz: Förderung der Transparenz kommunaler Projekte, indem der monetäre Aufwand für Bürger nachvollziehbar dargestellt werden.

Sympathie: Kommunen können sich als innovativ, transparent und bürgernah darstellen und so Sympathiepunkte bei Bürgern einsammeln.

White-Label-Plattform als Lösung für Kommunen

Um möglichst unkompliziert, schnell und einfach eine kommunale Crowdfunding- und -sourcing-Plattform ins Leben zu rufen, empfehlen wir eine White-Label-Plattform.

So können Kommunen mit wenigen Klicks ihre eigene Crowdfunding-Plattform starten.

Dabei sind keinerlei technische Vorab-Kenntnisse nötig.

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Eine White-Label-Lösung bietet umfassende Funktionen, unter anderen:

  • kommunale Projekte, Bürgerideen oder Spendenprojekte sichtbar machen
  • Projekte von Bürgern kommentieren, bewerten, finanzieren lassen
  • Transparente Vergabe von kommunalen Spendengeldern
  • Regionale Engagement öffentlich abbilden
  • Kampagnen starten
  • Spendenquittung
  • Kommentarfunktion für bürgernahen Dialog

Seit mehreren Jahren arbeiten wir stetig an der Verbesserung unserer Technologie.

Genau darin liegt auch der Vorteil für Kommunen.

Eine White-Label-Software beinhaltet die neuesten Erkenntnisse und baut auf einer erprobten Infrastruktur auf.

Kommunen profitieren so von den laufenden technologischen und inhaltlichen Weiterentwicklungen.

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