Manchmal schließt sich ein Kreis schneller, als man denkt.
Vor einigen Monaten fragte mich Thomas Heiß, ob ich Lust hätte, mit ihm gemeinsam an einem Buchkapitel zum Thema KI in der Projektwirtschaft zu arbeiten. Thomas ist Referent für KI- und Digitalisierungsmanagement bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling und einer dieser Menschen, bei denen man sofort merkt: Der redet nicht nur, der macht.
Also haben wir zusammen das Kapitel „Nutzung von KI im internen Innovationsmanagement zur Generierung von neuen Projektideen” für das Fachbuch „KI in der Projektwirtschaft” geschrieben. War definitiv viel Arbeit, hatten theoretische Grundlagen, Anwendungsfälle und Best Practices erarbeitet. Ich muss gestehen, dass ich doch recht stolz auf das Ergebnis war: https://www.narr.de/ki-in-der-projektwirtschaft-1113-1/
Jedoch kam dann der Teil, der mich als Softwareanbieter am meisten freut: Die Theorie wurde Praxis. Für 760 Mitarbeitende. Im echten Arbeitsalltag.
Was mich an diesem Projekt beeindruckt hat
Ich begleite seit Jahren Unternehmen bei der Einführung von Ideenmanagement-Systemen. Ich habe gesehen, was funktioniert und was nicht. Und bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling ist mir wieder einmal klar geworden, woran erfolgreiche Einführungen wirklich hängen.
Es liegt nicht an der Technologie.
Es liegt an Menschen wie Thomas Heiß, die verstehen, dass KI-Einführung kein IT-Projekt ist. Dass man Richtlinien braucht, bevor man Tools ausrollt. Dass Schulungen keine einmalige Sache sind, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Dass man den Mitarbeitenden Raum geben muss, die Technologie auch spielerisch zu erkunden, sei es durch einen Logo-Wettbewerb oder die Erlaubnis, InnofyAI auch privat zu nutzen.
Das klingt nach Details. Aber genau diese Details machen den Unterschied zwischen einer KI-Initiative, die versandet, und einer, die die Belegschaft täglich nutzen.
Eine Frage der Haltung
Thomas hat einen Satz gesagt, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht:
„KI ersetzt keine Arbeit, sondern unterstützt bei der Arbeit.”
Das ist mehr als ein Soundbite. Das ist eine Haltung. Und sie erklärt, warum die Mitarbeitenden bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling InnofyAI als Arbeitserleichterung wahrnehmen statt als Bedrohung.
In meinen Gesprächen mit Innovationsmanagern höre ich oft die Sorge, dass KI auf Widerstand stoßen könnte. Die Erfahrung zeigt: Das passiert vor allem dann, wenn KI als Kontrollwerkzeug oder Ersatz positioniert wird. Wer KI dagegen als Assistenz einführt erlebt meist das Gegenteil: Neugier und Akzeptanz. Ganz wichtig dabei: mit Transparenz, Schulungen und klaren Grenzen.
Was ich anderen Unternehmen mitgebe
Wenn mich jemand fragt, was ich aus diesem Projekt für andere KI-Einführungen mitnehme, sage ich drei Dinge:
Erstens: Startet mit dem Warum. Bei der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling ging es nie um „KI um der KI willen”. Es ging um eine konkrete Herausforderung wie steigende Arbeitslast, Fachkräftemangel oder der Wunsch, den Kundenservice trotzdem auf hohem Niveau zu halten. InnofyAI war die Antwort auf ein echtes Problem, nicht die Lösung auf der Suche nach einem.
Zweitens: Investiert in interne Champions. Thomas hat das Thema KI nicht delegiert, er hat es selbst vorangetrieben. Er hat Richtlinien entwickelt, Schulungen organisiert, Pilotprojekte begleitet. Ohne jemanden in dieser Rolle bleibt KI ein Fremdkörper in der Organisation.
Drittens: Gebt Raum für Experimente. Der Logo-Wettbewerb, die Optimierung der Website auf leichte Sprache, die private Nutzungserlaubnis: all das sendet eine Botschaft. Hier darf man ausprobieren. Hier ist Scheitern erlaubt. Und genau das braucht es, damit Menschen eine neue Technologie wirklich annehmen.
Vom Buchkapitel zur gelebten Praxis
Als Thomas und ich das Buchkapitel geschrieben haben, war vieles noch Konzept. Jetzt, wenige Monate später, ist es Alltag. InnofyAI läuft produktiv, die Nutzungszahlen stimmen, die Akzeptanz ist da.
Für mich ist das der schönste Beweis, dass KI im Ideenmanagement nicht Zukunftsmusik ist. Es funktioniert. Heute. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Danke, Thomas, für die Zusammenarbeit und dafür, dass du zeigst, wie man Theorie in Praxis verwandelt.
Den dokumentierten Best Case mit allen Details zur Umsetzung finden Sie hier.
David Heberling
Hilft Unternehmen dabei, das Innovationspotenzial ihrer Mitarbeitenden zu heben. Verantwortet Strategie, Vertrieb und Customer Success und redet am liebsten mit Kunden über deren größte Herausforderungen. Brennt für das Thema KI und hat als unter anderem als Co-Autor am Fachbuch „KI in der Projektwirtschaft" (https://www.narr.de/ki-in-der-projektwirtschaft-1113-1/) mitgewirkt.
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